wienwood 2015

wienwood 2015: Auszeichnung für Graf-Holztechnik für „bahnorama“

Die Graf-Holztechnik freut sich über die erhaltene Auszeichnung des Aussichtsturmes „bahnorama“ am Hauptbahnhof im Rahmen der wienwood 2015.

Nach der ersten Verleihung 2005 wurde nun genau zehn Jahre später der zweite Wettbewerb von pro Holz Austria in Kooperation mit Architekturzentrum Wien und der Stadt Wien ausgeschrieben.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Holzbau enorm weiterentwickelt und es ist vor allem ein großer Zuwachs bei Wohn- und Infrastrukturprojekten zu verzeichnen. Neben der ökologischen Bedeutung zählen das technische Potential und die ästhetischen Möglichkeiten zu den absoluten Vorzügen des Baustoffes Holz.

Für den wienwood 2015 wurden aus 76 eingereichten Projekten fünf Auszeichnungen und sechs Preisträger ermittelt.

Die Preise wurden in folgenden Kategorien vergeben:

  • Wohnbau: Neubau - Mehrgeschossiger Wohnbau, EFH, Um- und Zubauten, z.B. Dachbodenausbauten
  • Öffentliche Bauten: Schulen, Kindergärten, Verkehr, u.ä.
  • Gewerbebau: Um- oder Neubauten, z.B. Ladenumbauten und -einrichtungen
  • Innenausbau/Außenraumgestaltung/Sonstige: Geschäftslokale, Gastronomie, Badehäuser, Sportanlagen, temporäre Bauten, etc.

Die Graf-Holztechnik wurde nun für das Projekt „bahnorama“ in der Kategorie „Gewerbebau“ ausgezeichnet, einem Informationszentrum mit 1.084 m² auf drei Ebenen mit Veranstaltungsmöglichkeiten und einem Café inkl. zweithöchstem, begehbaren Holzturm Europas von rund 65 m für die Baustelle des Wiener Hauptbahnhofes.

„Dabei handelte es sich um einen Auftrag der ÖBB im Rahmen der Bahnoffensive als der Hauptbahnhof umgebaut wurde, um Besuchern die Möglichkeit zu geben, das Baugeschehen live mitzuverfolgen. Die Herausforderung bei diesem Projekt war der extrem geringe, vorhandene Platzbedarf vor Ort, sodass wir auf engstem Raum arbeiten mussten."

Dipl.-Ing. Michael Bauer, Geschäftsführer Graf-Holztechnik

Der Aussichtsturm war vom Ausstellungsgebäude über eine Brücke erreichbar und ermöglichte von einer Aussichtsplattform in knapp 41 m Höhe einen spannenden Überblick über die 50 ha große Baustelle. Zwei verglaste Panoramaaufzüge und eine Treppenanlage haben das Bauwerk erschlossen. Die Aussichtsplattform war für 30 Personen ausgerichtet und durfte bis zu Windstärken von 80 km/h benutzt werden.

Aus Sicht der Ökologie und Ökonomie fiel bei diesem Projekt die Entscheidung auf den Baustoff Holz, denn das Material Holz als nachwachsender Rohstoff, steht für wirtschaftliche und einfache Montage und Demontage der Konstruktion. Stichwort Konstruktion: Bei der Montage des Turmes waren technisches Know-how und Präzisionsarbeit unter schwierigsten Bedingungen gefordert. Zunächst wurde die Stahlkonstruktion errichtet. Die Holzkonstruktion wurde in vier Modulen am Boden vormontiert. Dazu wurden zunächst im Werk die einzelnen 6-teiligen Stützen zusammengebaut und auf die Baustelle geliefert, diese wurden auf der Baustelle am Boden mit den Querriegeln und Aussteifungen zu den Turmsegmenten zusammengefügt.  Diese bis zu 15 m hohen und 45 Tonnen (Gewicht von 30 PKWs) schweren Turmsegmente wurden mit Hilfe eines 400-Tonnen-Krans millimetergenau an ihren Platz dirigiert und in luftiger Höhe zusammengebaut. Dabei hatten die Zimmerleute der Graf-Holztechnik auch mit den beengten Platzverhältnissen und immer wieder auch mit dem schlechten Wetter zu kämpfen. 15 Arbeiter errichteten so die rund 180 Tonnen schwere Turmkonstruktion aus 110 m³ heimischem Fichtenholz in nur drei Wochen – in höchster Präzision.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, welche nicht nur eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit ist, sondern auch für den konstruktiven Holzbau im Allgemeinen, denn im urbanen Gebiet kommt Holz selten in der Außenanwendung zum Einsatz. Umso schöner ist es nun, dass der Baustoff Holz nun zentral in der Stadt anhand des Aussichtsturmes transparent gemacht wurde."

Dipl.-Ing. Michael Bauer, Geschäftsführer Graf-Holztechnik
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